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Ausgabe 112

Haben Sie mit der Generation Y zu tun?

Y - was ist das? Der Begriff Generation Y wurde 1993 erstmals verwendet und bezog sich auf die Jahrgänge 1984 bis 1994. Je nach Autor bzw. Studie werden auch andere Zeitspannen verwendet. Daher ein zweiter Definitionsversuch: Die Kinder der Generation Y sind als erste mit dem Internet aufgewachsen. Daraus leitet sich auch der Begriff "Digital Natives" (Digitale Eingeborene) ab. [1]
Muss ich mich damit beschäftigen? Ja! Als Kollege, Mitarbeiter, Führungskraft, HR-Manager oder Unternehmer ist die Frage "Wer wird hier arbeiten?" eine wichtige. Eine Umfrage der KPMG (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) ergab, dass ein Viertel aller Firmen eine Abwanderungsquote bei jungen Mitarbeitern von mehr als 30 % verzeichnen. Bei den bereits sichtbaren Auswirkungen der demographischen Entwicklung ist es wichtig zu verstehen, wie junge Mitarbeitende denken - und je nach Ihrem Alter ist die Generation Y ganz anders. [2]
Was die Generation Y will - Die Welt verbessern
86 % wollen mit ihrer Arbeit "der Gesellschaft etwas zurückgeben"

- Ein traditionelles Büro
85 % der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland würden am liebsten am eigenen Schreibtisch im Unternehmen arbeiten.

- Und dabei mobil bleiben
Die Generation Y will sich Arbeitszeit und -ort selbst aussuchen. Die dafür benötigte Technik soll der Arbeitgeber zur Verfügung stellen.

- Gut verdienen
Das Gehalt spielt die wichtigste Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers (für deutsche Berufseinsteiger), gefolgt von den Kriterien "Kollegen" und "Bedeutung der Aufgaben".

- Von Mentoren unterstützt werden
58 % der Nachwuchskräfte wollen sich Rat holen. Der Mentor soll dabei älter als 50 Jahre sein.
So sind sie aufgewachsen Die Generation Y kennt keine ökonomischen Zwänge. Die Eltern waren oft Doppelverdiener, teilweise sind sie Einzelkinder. Strenge Hierarchie kennen sie eher nicht. Oft konnten sie in der Familie mitentscheiden. Sich mit Autoritäten auseinanderzusetzen, gehört für sie zum Alltag.
Die Stärken der Generation Y - sie ist leistungsorientiert

- sie arbeitet gut im Team

- sie kann gut mit Technik umgehen

- sie arbeitet lösungsorientiert

- sie ist multitasking-fähig
Die Schwächen der Generation Y - sie will ständig Feedback

- sie braucht detaillierte Beschreibungen der Aufgabe und Zielvorgaben

- sie erwartet persönliche Betreuung

- sie neigt zur Selbstüberschätzung
Konsequenzen für Vorgesetzte? Die Generation Y will anders geführt werden. Auf der einen Seite fehlt es den Berufseinsteigern an formalem Wissen. Eine DIHK-Umfrage ergab, dass über die Hälfte der Betriebe jungen Mitarbeitern Nachhilfe gibt. Das Wissen muss aber sanft vermittelt werden. Die Digital Natives erwarten häufig Feedback, sie wollen wissen, wo sie leistungsmäßig stehen. Ein jährliches Feedback im Zielvereinbarungsgespräch reicht nicht!

Der Generation Y ist die Trennung von Büro und Privat nicht so wichtig. Auf der einen Seite werden private Dinge während der Arbeitszeit erledigt - und das soll akzeptiert werden. Auf der anderen Seite ist es aber auch klar, am Wochenende oder abends noch etwas für die Firma zu tun.
Stimmt das auch alles? Armin Trost, Professor an der HFU Business School der Hochschule Furtwangen warnt: "Wirklich wissenschaftlich belegt ist davon nichts". Aussagen zur Generation Y sind verallgemeinernd. Studien beruhen oft nur auf wenigen Teilnehmern oder persönlichen Eindrücken.

Das bedeutet jedoch nicht, dass alles so bleibt. In der Generation Y zeigen sich gesellschaftliche Trends.
Und jetzt? Als erstes die Frage "Zu welcher Generation gehöre ich?". Und dann die Frage "Zu welcher Generation gehört mein Umfeld?". Wenn eine Antwort Generation Y ist, dann braucht es Reflexion. Was klappt bei Ihnen mit der Generation Y gut? Wo ernten Sie Unverständnis oder wo entstehen Missverständnisse? Wo sollten Sie umdenken und wo die Generation Y? Viel Spaß beim Entdecken der Unterschiede!

Anmerkungen:
[1] Quelle: KPMG, Forrester Consulting/Xerox, in manage_HR, Heft 03, Ausgabe August 2010
[2] Quelle: Center for Work-Life-Policy (1&5), Johnson Controls (2-4), in manage_HR, Heft 03

Copyright cope OHG, Christine Maurer, 2010
Alle Rechte vorbehalten
ISSN 1612-8109 "Tipps und Tricks für den Alltag"