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Ausgabe 79

Vorstellen - die eigene Person und Dritte

Vorstellen – die Eintrittskarte zu neuen Kontakten Kennen Sie die Situation? Sie sind mit einem Bekannten unterwegs, der eine alte Freundin trifft. Aus einer Begrüßung entwickelt sich, ganz unverhofft, ein Gespräch. Und Sie? Sie stehen daneben, wie auf dem Abstellgleis.

Wo sich Deutsche häufig noch schwer tun, ist das Vorstellen, beispielsweise in Spanien, fester Bestandteil des Begrüßungsrituals. Sie werden Bekannten unmittelbar vorgestellt und ebenso direkt ins Gespräch eingebunden. Dies ermöglicht es Ihnen einen ganz eigenen Bezug zu Ihrer neuen Bekanntschaft aufzubauen.
Stellen Sie sich vor, Sie stellen sich vor Wo früher galt, dass es nur Herren gestattet ist, sich selbst vorzustellen, steht es heute selbstverständlich auch der Dame zu, die Initiative zu ergreifen. Nennen Sie Ihren Vor- und Nachnamen, statt nur den Familiennamen und geben Sie zusätzlich einen kurzen partnerbezogenen Kontext. Dies erleichtert es sich an Sie zu erinnern oder, besser noch, direkt ins Gespräch zu kommen. Sprechen Sie dabei langsam und deutlich: "Guten Tag. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Attif Gharbi. Ich bediene im copenet alle Fragen zum Thema Stil & Etikette." Antworten Sie freundlich: "Es freut mich, Sie kennen zu lernen." Denn "Angenehm!" ist nicht mehr zeitgemäß und in einigen Situationen sogar unangebracht.

Sollten Sie den Namen Ihres Gegenübers nicht verstanden haben, was schnell passiert, fragen Sie ruhig nach. Das zeugt von Interesse an der Person. Handelt es sich um eine größere Vorstellrunde, warten Sie, bis Sie mit der Person ins Gespräch kommen.
Die Reihenfolge orientiert sich am Rang Die Reihenfolge des Vorstellens folgt einer simplen Regel und orientiert sich am gesellschaftlichen und beruflichen Rang. Der Ranghöhere hat das Recht zuerst zu erfahren, wer ihm gegenübersteht. Das heißt der Dame wird der Herr vorgestellt, dem Älteren der Jüngere und den Ranghöheren die Rangniedrigeren.

Stoßen Sie zu einer Gruppe hinzu, so ist es an Ihnen sich der Gesellschaft vorzustellen, wenn dies nicht ohnehin der Gastgeber übernimmt. Zu beginnen ist, es wird Sie kaum verwundern, im gesellschaftlichen Umfeld bei den Damen bzw. den Ältesten, im offiziellen und beruflichen, bei den Ranghöchsten. Einem ehrwürdigen Herrn im sehr hohen Alter würde jedoch auch im privaten Umfeld eine Person vor einer jungen Dame vorgestellt.
Vorstellen Dritter Was aber tun, wenn Sie in weiblicher Begleitung auf Ihren Chef treffen? Auch hier gibt es eine simple Regel: Im privaten, also gesellschaftlichen Umfeld genießt die Dame die höhere Stellung. Im aufgezeichneten Fall hieße es demnach: "Katja, darf ich Dir meinen Chef, Herrn Müller, vorstellen? Herr Müller, meine Freundin Katja." Im beruflichen Umfeld gilt heute die Regel Rang vor Geschlecht und kommt der emanzipatorischen Idee nach. Folglich: "Herr Meier, darf ich Ihnen Frau Klos aus dem Marketing vorstellen? Frau Klos, das ist Herr Meier; unser neuer Abteilungsleiter."

Möchten Sie eine Person mehreren Bekannten vorstellen, so greift wiederum die Regel der Rangreihenfolge. Die bzw. der Höchstrangige hat als erste/r das Recht zu erfahren, um wen es sich handelt. Sie nennen also Namen und Kontext des Neulings und stellen im Gegenzug die höchstrangige Person vor. Im Anschluss nennen Sie nur noch die Namen der anderen Bekannten. Der Neuling braucht dabei nur freundlich zu nicken.
Ihr Händedruck wird mehr sein als ein Handschlag Der Händedruck, auf den ersten Blick so simpel, ist in der ersten Begegnung sehr vielschichtig und trägt maßgeblich zu Ihrem ersten vermittelten Eindruck bei. Denn auch heute noch gilt ein ordentlicher Händedruck als eine höfliche Respektsbezeugung. Achten Sie aber auf die Dosierung. Er soll fest aber nicht erdrückend sein. Vermitteln Sie mit Ihrem Händedruck Stabilität, Selbstbewusstsein und Souveränität anstelle von Dominanz, Machtsucht und Einschüchterung.

Verfolgen Sie das Interesse die Beziehung zu Ihrem Gegenüber zu vertiefen, haben Sie darüber hinaus die Gelegenheit durch den Händedruck einen direkten körperlichen Kontakt aufzubauen und die Distanz zu verringern. Beachten Sie dabei, bevor Sie überstürzt handeln, dass dem - ranghöheren - Gegrüßten die Entscheidung obliegt, ob er dem Grüßenden die Hand reichen möchte.
Korrekte Form, gute Bekannte Mit diesen wichtigsten Grundregeln des Vorstellens, werden Sie auf jedem Parkett gut ankommen. Achten Sie also darauf stets Ihren vollständigen Namen langsam und deutlich zu nennen, die Reihenfolge gemäß dem Rang zu beachten und einen partnerbezogenen Kontext zu Ihrer eigenen Person oder Dritter zu geben. Freuen Sie sich auf zahlreiche neue Bekanntschaften.

Copyright cope OHG, Attif Gharbi, 2007
Alle Rechte vorbehalten
ISSN 1612-8109 "Tipps und Tricks für den Alltag"