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Ausgabe 73

Navigieren in unbekannter See?

Wo navigieren Sie? Als Führungskraft oder Unternehmer sind Sie gefordert, Ihre Mann- oder Frauschaft zu leiten und sicher durch die Gewässer der Branche und erfolgreich hin zu Zielen zu bringen. Es ist jedoch ein großer Unterschied, ob Sie "in der Badewanne" navigieren, sozusagen in bekannten Gewässern, oder ob Sie draußen auf dem weiten Meer in unbekannten Gewässern schiffen.
Was macht den Unterschied aus? Der Unterschied besteht für den Kapitän in der Frage, wie er (oder sie) steuern kann. In bekannten Gewässern lässt sich leichter steuern als in unbekannten Meeren.
Die bekannten Gewässer Für bekannte Gewässer kann im herkömmlichen Sinne gesteuert werden:

- Es gibt einen Ausgangspunkt.

- Es gibt ein Ziel.

- Der Weg zum Ziel ist berechenbar.

- Unterwegs kann kontrolliert werden, ob sich das Schiff noch auf dem richtigen Weg befindet.

Kennzeichnend für dieses "stabile System" ist, dass die Einflüsse von innen und außen überschaubar sind und die Komplexität noch "beherrscht" werden kann.
So wird in bekannten Gewässern navigiert - Ziele werden definiert – und das möglichst exakt.

- Der Weg kann geplant werden – und das Wissen zur Planung ist vorhanden.

- Es stehen Hilfsmittel wie z. B. Kennzahlen für die Steuerung und Kontrolle zur Verfügung.

- Die Umsetzung (der Weg zum Ziel) kann in Teilziele aufgeteilt werden.

- Details bzw. recht konkrete Informationen sind vorhanden.
Wiedererkannt? Erkennen Sie sich mit Ihren Werkzeugen wieder? Diese Art von Navigation entspricht in vielen Fällen unserer Erfahrungen und den bisherigen "Seefahrten". Doch das Meer hat sich gewandelt – unbekannte Gewässer warten.
Die unbekannten Gewässer Unbekannte Gewässer zeichnen sich durch Folgendes aus:

- Das Ziel ist bekannt.

- Der Weg ist jedoch unbekannt – weil noch nie gegangen.

- Der Weg ist damit nicht berechenbar.

- Unterwegs kann nicht geprüft werden, ob dies der richtige Weg ist.

Kennzeichnend für diese "instabilen Systeme" ist, dass nicht bekannt ist, welche Faktoren von innen oder außen wie wirken. Ursache und Wirkung können nicht unterschieden werden. Die Komplexität ist hoch und kann nur schwer "kontrolliert" werden.
So wird in unbekannten Gewässern navigiert - Die Mann- oder Frauschaft braucht eine Vision.

- Die Führung muss glaubwürdig sein.

- Die Prozesse stehen im Vordergrund.

- Das Navigieren geschieht schrittweise und eher bedächtig.

- Die Mannschaft muss sich eigenverantwortlich organisieren und auch kontrollieren.

- Phasen von Unsicherheit kommen - und müssen überwunden werden.

- Wenn das Ziel erreicht ist, ist es vielleicht ein ganz anderes als zu Beginn der Reise.
Und jetzt? Wenn Sie in Führungsverantwortung sind, sollten Sie als Erstes prüfen, ob Sie in bekannten oder unbekannten Gewässern navigieren müssen. Reicht Ihnen noch die Badewanne oder sind Sie bereits auf offener See? Den meisten Verantwortlichen ist das Steuern von stabilen Systemen vertraut. Unsicher werden Vorgesetzte, wenn sie instabile Systeme steuern sollen. Dies kann helfen:

- Prüfen Sie, ob es reicht zu optimieren oder ob Sie neue Methoden, Techniken oder Verhaltensweisen kreieren müssen.

- Legen Sie den Rahmen der Veränderung fest - gefüllt wird der Rahmen von den Mitarbeitern.

- Halten Sie die Phasen der Unsicherheit aus - sie sind ein Zeichen dafür, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

- Fördern Sie konstruktive Streitkulturen - Harmonie bringt nichts Neues hervor.
  Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Navigieren!

Copyright cope OHG, Christine Maurer, 2006
Alle Rechte vorbehalten
ISSN 1612-8109 "Tipps und Tricks für den Alltag"