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Ausgabe 59

Was meint eigentlich Vernetztes Denken?

Denken in komplexen Strukturen Vernetztes Denken ist sowohl eine Grundhaltung als auch ein Handwerk. Entgegen einem einfachen Ursache-Wirkungs-Denken, das einfache Systeme und Zusammenhänge hinreichend beschreibt, werden im vernetzten Denken komplexe Sachverhalte durch Kreisläufe und Vernetztheiten innerhalb einer Vielzahl von Einzelmerkmalen beschrieben.
Was macht komplexe Sachverhalte aus? Sie stellen auf den ersten Blick oft undurchschaubare Situationen dar, mit vielen Einzelmerkmalen, die sich wechselseitig beeinflussen. Viele Einzelmerkmale ohne eine wechselseitige Einflussnahme stellen noch keine Komplexität her, diese entsteht erst durch die Vernetztheit und die Wechselbeziehungen. Häufig geben sie ein Gefühl von unkontrollierter Eigendynamik, großem Risikopotenzial und widersprüchlichen Zielsetzungen, denen die einzelne Person sich mitunter nicht mehr gewachsen fühlt.
Wie wird Komplexität reduziert? Ein sorgfältiges Zusammentragen der vielen Einzelmerkmale und ihrer Wechselbeziehungen ist der erste Schritt. Im nächsten Schritt wird die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und ein Abbild der Situation in verschiedenen Maßstäben erstellt, ähnlich wie Kartenausschnitte in verschiedenen Maßstäben. Dabei wird zunehmend abstrahiert, zusammengefasst und bewertet. Je nach Orientierungsbedarf in der Situation, kann der passende Kartenausschnitt ausgewählt werden, d. h. die Autobahn – oder die Wanderkarte.
 
Wie gehen Sie im Unternehmen dabei vor? Sinnvolle Reduktionen lassen sich nur von Expertenteams erstellen, die aufgrund ihres Analysierens, Nachforschens und ihrer Intuition und Erfahrung die Komplexität schrittweise reduzieren können.

Die Expertenteams können zu eindeutigen Zieldefinitionen verschiedene Szenarien und strategische Optionen entwerfen. Diese müssen dynamisch anhand der tatsächlichen Ereignisse weiter entwickelt werden. Entscheidungen, die in eine vernetzte Situation eingreifen, dürfen nicht bestimmte Einzelmerkmale isoliert betrachten. Nach Eingriffen in komplexe Situationen können zunächst unbekannte Merkmale auftauchen, Entwicklungen exponentiell passieren, sprunghafte Veränderungen oder Nebenwirkungen und/oder verzögerte Auswirkungen auftreten.

Vernetztes Denken braucht Vernetzung von Personen.
Wie werden Wirkungen beschrieben? In welche Richtung tritt eine Wirkung auf?

Positive Wirkrichtung (+) = je mehr des einen Merkmals, desto mehr des anderen bzw. je weniger des einen desto weniger des anderen.
Negative Wirkrichtung (-) = je weniger des einen, desto mehr des anderen bzw. je mehr des einen, desto weniger des anderen.

Tritt die Wirkung kurz-, mittel- oder langfristig auf?

Hat individuell unterschiedliche Zeithorizonte.

Mit welcher Intensität tritt die Wirkung auf?

Aktiv = beeinflusst andere stark, wird selbst kaum beeinflusst

Kritisch = beeinflusst andere und wird von anderen beeinflusst

Reaktiv = wird überwiegend von anderen beeinflusst

Träge = wird kaum von anderen beeinflusst und hat wenig Einfluss
Ein einfaches Beispiel:
 
  Viel Spaß beim Vernetzten Denken in Ihren Netzwerken!

Copyright cope OHG, Nastja Raabe, 2005
Alle Rechte vorbehalten
ISSN 1612-8109 "Tipps und Tricks für den Alltag"