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Ausgabe 39

Familie und Beruf vereinbaren?

Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie auch vom großen Schlagwort unserer Zeit betroffen – „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“? Haben Sie selbst das Problem, private Bedürfnisse mit beruflichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen? Sind Sie als Vorgesetzter mit solchen Wünschen Ihrer Mitarbeiter konfrontiert? Kämpfen Sie auf dem Markt der High Potentials um neue Mitarbeiter, die mit anderen Erwartungen an den „Job“ ins Unternehmen kommen? Oder ist das Thema weit weg von Ihnen, weil gerade harte Zeiten eingekehrt sind und die Existenzsicherung gerade im Vordergrund steht? Egal aus welchem Grund Sie mit diesem Thema berührt sind – es ist sicher ein zukunftsträchtiges!
Familie = Kinder? Häufig wird das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ mit der Schwierigkeit gleichgesetzt, die Betreuung der Kinder mit dem Beruf in Einklang zu bringen. Das Feld „Familie“ ist jedoch viel größer:

- Pflege von Angehörigen

- Ein nicht Arbeiten gehen ”müssen”, sondern wollen und oft nicht ”voll” arbeiten wollen

- Ein zeitintensives Hobby – bis hin zum ehrenamtlichen Engagement

- Die Erfüllung eines großen Wunsches (z. B. eine Pilgerreise nach Rom oder eine Weltreise oder ... oder ... oder ...)

Was fällt Ihnen aus Ihrem eigenen Leben noch ein?
Was ist bei der Vereinbarkeit schwierig? Egal aus welchem Grund Sie oder Ihre Mitarbeiter Privates und Berufliches unter einen Hut bringen wollen. Meist sind die Strukturen im Arbeitsleben nicht flexibel genug, um Familie und Beruf zu vereinbaren.
Flexibilisierung der Arbeitszeit – reicht das nicht? Sicher, mit flexiblen Arbeitszeiten ist schon viel getan. Wer nicht pünktlichst um 08:00 Uhr im Büro sein muss, hat mehr Puffer, um z. B. morgens noch den ersten Einsatz der Caritasstation abzuwarten oder die Kinder in den Kindergarten zu bringen. Auch Arbeitszeitkonten, auf denen Überstunden angespart werden können, machen vieles heute möglich, was noch vor 10 Jahren undenkbar war. Doch wie sieht die Praxis aus? Was machen Sie als Vorgesetzter, wenn Mitarbeiter erst gegen 10:00 Uhr kommen? Stört das nicht die Zusammenarbeit? Unser Denken und Handeln hinkt den Möglichkeiten der Flexibilisierung weit hinterher!
Es gibt doch noch „Heimarbeit“! Klar, auch das ist eine Möglichkeit, flexibler zu werden. „Alternierend“ von zu Hause oder vom Büro aus zu arbeiten, könnte viele Familien entlasten. Von der technischen Seite sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Alltag sitzt auch hier die Grenze im Kopf. „Das geht bei mir nicht, ich muss vom Büro aus arbeiten“ – schauen Sie doch einmal in den Terminkalendern von Vorgesetzten: Wie viel Prozent der Arbeitszeit sind diese in Besprechungen oder unterwegs? Und arbeiten so ohnehin schon „alternierend“!
Was kann ich denn tun? Häufig sind es die kleinen Dinge, die im Alltag das Leben leichter machen. Hier eine kleine Sammlung.
Eltern-Kind-Zimmer Nein, wird sind nicht im Hotel oder im Krankenhaus. So könnte ein Büroraum genannt werden, der einen Arbeitsplatz für Mama oder Papa beinhalten und dazu noch Spielmöglichkeiten fürs Kind. So können dringende Arbeiten fertig gemacht werden – ohne dass das eigene (meist nicht kindergeeignete) Büro dabei „getestet“ wird.
Familienessen in der Kantine Häufiges Thema von teilzeitarbeitenden Eltern sind Kindergärten, die über Mittag geschlossen sind. Wie viel Entlastung würde es dieser Gruppe von Mitarbeitern bringen, wenn sie das Kind vom Kindergarten abholen können, gemeinsam in der Kantine zu Mittag essen und danach das Kind wieder in den Kindergarten bringen. Anschließend gibt es dann sogar einen freien Kopf für eine „Arbeitsrunde“ am Nachmittag.
Vernetzte Infos rund um Familie Wenn alle ihre „Tipps und Tricks“ rund um Familie, Betreuung, Versorgung zusammentragen und daraus ein elektronisches Netzwerk entsteht, ist vielen schon geholfen, die sich mühsam all diese Daten erst einmal selbst beschaffen müssen.
Lust auf mehr? Wenn Sie für Ihr Unternehmen mehr Anregungen suchen, werden Sie unter www.beruf-und-familie.de fündig. Die Beruf & Familie gGmbH kümmert sich um familienfreundliche Personalpolitik.
  Und – Handlungsbedarf erkannt? Dann sichern Sie sich die auch in schwierigen Zeiten beste Ressource, über die ein Unternehmen verfügen kann: qualifizierte und motivierte Mitarbeiter!

Copyright cope OHG, Christine Maurer, 2003
Alle Rechte vorbehalten
ISSN 1612-8109 "Tipps und Tricks für den Alltag"