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Ausgabe 13

Die neuen Kommaregeln - keine Hexerei!

Was hat sich durch die neuen Regeln verändert? Die Kommaregeln sind viel benutzerfreundlicher geworden! Verpflichtende Neuregelungen gibt es fast keine. Bei allen Regeln können Sie entscheiden, ob Sie die Kommas weiter setzen wollen wie bisher oder ob Sie die neuen Möglichkeiten nutzen wollen.
Die eine verpflichtende Neuregelung Eine einzige Regel hat sich geändert, die Sie beachten müssen:

Wenn der Satz nach einer direkten Rede weitergeht,
steht immer ein Komma.


Das bedeutet Sie schreiben weiter wie bisher: "Ich komme gleich wieder", sagte sie. Der Schlusspunkt entfällt auch weiterhin in der direkten Rede. Neu ist das Komma nach Frage- oder Ausrufezeichen: "Wann kommst du?", fragte sie mich. Sie sagte: "Ich komme gleich wieder!", und ging hinaus.

Diese eine verpflichtende Regel brauchen wir in der Geschäftskorrespondenz allerdings eher selten. Also können wir die Erleichterungen in den anderen Bereichen in Ruhe genießen.
Das Komma bei "und", "oder" ... Bei Hauptsätzen, die mit "und", "oder" oder einer verwandten Konjunktion verbunden sind, brauchen Sie kein Komma mehr zu setzen.

Verwandte Konjunktionen sind z. B. "sowie" und "beziehungsweise".
Achtung: "aber", "doch", "jedoch" und "sondern" sind entgegengestellte Konjunktionen und gehören nicht dazu!!!

Beispiele sind:
Ich habe dir zugehört(,) und ich muss dir Recht geben.
Ich gebe dir Recht(,) beziehungsweise ich muss dir leider Recht geben.
Achtung!!!
Es fällt mir schwer, aber ich muss dir Recht geben.

Mit dieser Regel hat die Reform das als richtig erklärt, was viele Schreibende bisher oft schon (falsch) gemacht haben. Diese Fehlerquelle kam vielleicht daher, dass wir bei einer Aufzählung vor "und" auch kein Komma setzen: "Ich gehe Milch, Brot und Eier einkaufen." Warum sollte man das dann bei einer Aufzählung von Hauptsätzen tun?
Was ändert sich bei Infinitiv und Partizip? Selbst der Duden schreibt: "Die bisher geltenden Kommaregeln in diesem Bereich waren in der Tat äußerst kompliziert und teilweise auch willkürlich ..."

Vereinfachend gilt jetzt die Regel:

Infinitiv- und Partizipgruppen
müssen nicht mehr durch ein Komma abgetrennt werden.


Ein Beispiel für Partizipgruppen: Wie vom Wahnsinn getrieben(,) ist er aufgesprungen und (,) aus Leibeskräften schreiend(,) aus dem Büro gelaufen. Beim Infinitiv sieht es so aus: Bei diesem Wetter freut man sich, den Rest des Tages frei zu haben.
Drei Ausnahmen Bei dieser Regel gibt es drei Ausnahmen:

1. Sie müssen ein Komma setzen, wenn die Infinitiv- oder Partizipgruppe durch ein hinweisendes Wort angekündigt wird:
Es ist doch immer wieder erholsam, anderen Leuten beim Arbeiten zuzusehen.

2. Oder sie durch ein hinweisendes Wort wieder aufgenommen wird:
Wild mit dem PC kämpfend, so habe ich ihn kennen gelernt.

3. Oder sie aus der Satzkonstruktion herausfällt:
Der Kollege, seine Verzweiflung unterdrückend, starrte auf den PC.
Mein Tipp Wenn Sie unsicher sind, setzen Sie das Komma in diesen Fällen wie bisher, das ist auf jeden Fall erlaubt!
Und zu guter Letzt ... Oft wird in den Büros über den Plural von "Komma" gestritten. Heißt es "Kommas" oder "Kommata"? Zur Beruhigung der Gemüter: Beide Varianten sind laut Duden erlaubt!
  Und was ist Ihre Meinung dazu? Was halten Sie von den neuen Kommaregeln? Wir sind neugierig und freuen uns auf Ihre Nachricht.

Herzliche Grüße von einem sonnigen Schreibtisch

Copyright cope OHG, Andrea Kühn, 2001
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